Bescheidenheit - Respekt - Dankbarkeit
Wider Erwarten ein angenehmer Bürotag. Ja, beinahe als “nett” einzustufen. Erstmals wieder seit langer Zeit so, dass ich mich wohl gefühlt hab.
Trotz meiner aus Wut und Frust geäußerten seinerzeitigen Anordnung, man möge dieses Jahr bitte meinen Geburtstag nicht bemerken, da sowieso ein Sonntag, sind heute DSC und Mausezähnchen mit Geschenk u. Blumen angetanzt und auch die Buben haben gratuliert. Eigentlich müsst ich sauer sein, weil sie wieder einmal meine Aussagen nicht ernst genommen haben, andererseits respektiere ich, dass sie mir Freude bereiten wollten. Das ist ok so und zeigt Anerkennung, was mich tatsächlich freut. Im Zuge der Glückwünsche habe ich in einem kurzen Gespräch mit GKA meine neue Lebenseinstellung angerissen. Ich weiß nicht, ob er es verstehen konnte, aber es war mir einfach ein Bedürfnis. Das Wochende mit all seinen Begebenheiten (z.B. dem Gespräch mit Hannes und Ulli) haben mich selbst wieder ein Stück weiter gebracht. Ich kann die Grundpfeiler meiner Lebensphilosophie endlich in Worte fassen: Bescheidenheit - Respekt - Dankbarkeit sind es, die mein Leben so richtig schön machen.
Bescheidenheit: mit den Dingen zufrieden sein, die man hat. Sie als solche wertzuschätzen, zu genießen. Nicht nach wertlosen Statussymbolen hungern, nicht nach materiellem Klump gieren, nicht um Bewunderung heischen, klein Glitzer, kein Glamour sondern einfach die Einfachheit leben. Ich rede jetzt bei Gott nicht von der “Gsundheitspatschen- und Hergottsschlapfen-Partie”, möchte nicht primitives Gehabe mit “einfach” gleichgesetzt wissen. Ich möcht so sein, wie ich bin, möchte nach wie vor Spitzenleistungen bringen, sehe aber die Notwendigkeit nicht mir, mich mit diesen um jeden Preis ins Rampenlicht katapultieren zu müssen, will mich nicht mehr profilieren. Ich weiß, wer ich bin und was ich kann und das Schönste für mich ist, ohne große Worte und ohne Aufheben im Hintergrund zu glänzen. Es ist so angenehm, dass endlich der Zwang nach dem “mit Pauken und Trompeten gelobhudelt zu werden” abebbt.
Respekt: Wertschätzung der anderen Menschen, das Akzeptieren deren Weltbild, trotz ungleicher Einstellung ein freundliches Wort, die Bereitschaft offen auf andere zuzugehen, ablegen diverser Vorurteile, Menschen einfach ohne Einmischung ihr Leben leben lassen und ihnen die Verwantwortung für ihre Entscheidungen übertragen….Tja - da bin ich noch nicht so sattelfest, aber ich bin ein großes Stück weiter und auch das tut mir gut.
Dankbarkeit: dem Universum, dem Schöpfer, meinem Gott für alles was er mir gegeben hat, für das wie er mich geschaffen hat, für die Natur mit ihren Schönheiten, für Lebewesen an denen ich mich erfreue, einfach für die Umstände, für die Kleinigkeiten, für die Begegnungen, für die Herausforderungen, für….für…für… einfach für alles, was mein Leben so schön macht.
Lieber Gott - ich dank dir für diese Erkenntnisse! Sie machen mich glücklich und ich fühle mich wohl. Ich möchte mich redlich bemühen, sie Tag für Tag umzusetzen.
Bin neugierig, ob RGL morgen tatsächlich zu dem Meeting kommt. Meine Nervosität wie auch meine Erwartungen haben sich gelegt. David hat mich heute für Freitag Abend ins Schloß Grafenegg zur Weindegustation der Kamptaler Winzer mit anschließendem Schmankerlbuffet eingeladen. Nach unseren stundenlangen heutigen Telefonat habe ich wieder einmal festgestellt, dass es schön ist, ihn zum Freund zu haben. Ich freue mich auf diesen Abend, ich denke, das könnte echt nett werden.