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Tag 4 - “Männer lügen sich nicht selbst an”

Der Tag war geprängt von Übelkeit bedngt durch übermäßigen Konsum von Kaffee und Zigaretten, unnd Tränen. Ich habe mächtig großen Kummer, kann kaum Essen, kann mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren. Die Situation mit Roland setzt mir total zu. Ich danke dem lieben Gott für meine Kundendienstgirls - die haben wirklich versucht mich aufzufangen, mir zuzureden, mich zu verstehen, mich zu trösten. Fast hätten sie es geschafft, dass ich mich weiter der falschen Hoffnung hingegeben hätte, Roland würde wenigstens ein Fünkchen von Zuneigung für mich empfinden. Hoffnung deswegen, weil ich ihn so sehr mag, und mir nichts mehr wünsche, auch von ihm gemocht zu werden…..

David allerdings, mit dem ich gestern echt schweren Zoff hatte - aber das ist eine andere Geschichte - hat mir heute die Augen geöffnet und das finde ich total gut. Er hat mir gezeigt, dass ich mich eigentlich selbst belüge. Er hat mir aufgezeichnet, daß ich innerlich Rolands NEIN nicht als solche akzeptiere und somit ganz gegen meine Aussage “dann lebe doch bitte” handle. Wirklich eine harte Bandage, aber so wie mir David die Sache beleuchtet hat, stimmt sie tatsächlich und mir war das selbst nicht einmals bewußt. Ja, ich hatte immer noch gehofft. Ich hatte wirklich geglaubt (so wie die Kundendienstmädels), Roland wisse nicht wirklich was er wolle. Hatte gedacht, er würde die Freiheit nur schnuppern wollen und sich aber dann doch zu meinen Gunsten entscheiden. Nach dem Gespräch mit David fällt’s mri wirklich wie Schuppen von den Augen:

“Männer lügen sich nicht selbst an” - wenn sie sagen, sie wollen ihr Leben leben, dann wollen sie dieses wirklich so tun - was immer man jetzt darunter verstehen möge. Männer sind rational veranlagt, lösen alles aus dem Kopf, da gibt’s kaum Bauchgefühl. Es sind leider die Frauen, die emotional verfangen sind und daher immer wieder - entgegen aller Erfahrung, die sie schon gemacht haben - das Hirn ausschalten. Tja - und genau so sehe ich mich auch und sage dazu, dass ich das nicht einmal bewußt gemacht habe, denn in meinem Kopf hämmerte es schon, daß ich Rolands Entscheidung zu akzeptieren hätte, der Bauch - auf den ich immer wieder versucht habe NICHT zu hören - wollt’s einfach nicht wahrhaben, und dem bin ich ausgelieferte gewesen.

Dank David’s harter aber ehrlicher Worte, ist mir nun klar, dass ich nicht mehr hoffen brauche. Es ist noch wahnsinnig schwer, mein Wunschdenken zu Grabe zu tragen, weil ich es mir so schön ausgemalt habe aber es ist eben so….Ich wäre so viel bereit gewesen zu geben, aber vielleicht ist es besser so…..

Werde versuchen, Rolands Gamlitz-Projekt so schnell wie nur möglich abzuschließen und nach Kanada-Alaska erst einmal gar nicht zu fragen. Je weiter alles das aus meinem Blickwinkel rückt, umso besser. Werde versuchen, Roland vor meinem inneren Auge einfach nur als den Geschäftsführer zu sehen und Traunkirchen zu vergessen.

One Response to “Tag 4 - “Männer lügen sich nicht selbst an””

  1. Lilli Says:

    Ich drück dich auch ganz fest. Habe noch was dazu in mein Tagebuch geschrieben, ziemlich weit unten beim Eintrag heute. Auch warum ich das nicht als Kommentar hierher schreibe.
    Liebe Grüße

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