Innere Verpflichtung & ein schöner Sonntagabend
Hurra! Die Bücher sind da!!! Ich freu mich wahnsinnig. Habe sofort begonnen Melody Beattie “Kraft zum Loslassen” - tägliche Meditationen für die innere Heilung zu lesen. In meinem ersten, heutigen Kapitel geht es um innere Verpflichtung. Es besagt, daß wir auf unserem Lebensweg viele Dinge und Menschen verlieren werden, wenn wir nicht bereit sind, uns innerlich zu verpflichten. Wir müssen uns in unseren Beziehungen engagieren, wenn wir über einen bloßen oberflächlichen Kontakt hinauskommen wollen; wenn wir die gewünschte Wohnung, die ersehnte Arbeit oder den begehrten Wagen bekommen wollen. Wir müssen uns tiem im Inneren für Ziele; im Beruf, in der Familie, in Freundschaften, im HEILUNGSPROZESS einsetzten. Ein Versuch führt uns noch nicht zum Erfolg. Erst wenn wir uns der Sache wirklich verbunden fühlen, erreichen wir ihn…..Der Abschnitt besagt auch, daß wir uns erst verpflichten sollen, wenn wir dazu bereit sind. Oftmals hindern uns Ängste davor, eine Verpflichtung einzugehen. In diesem Fall hilft es, abzuwarten und Vertrauen zu sich selbst zu haben, solange bis die Dinge klarer sind. Um die Sache zu beleuchten, kann es auch helfen, sich zu fragen, ob man bereit ist, das zu verlieren, wozu man sich nicht verpflichten will….
Hmmm - gute Sache! Will ich es wirklich riskieren, meinen Stolz und meine Selbstachtung einzubüßen? Wenn ich für diese nicht eintrete, wenn ich mich nicht dazu verpflichte, alles zu tun um mir beides zu erhalten, dann kann ich weiterhin um Roland’s Zuneigung anbetteln indem ich weiter versuche, mich gefinkelt in Erinnerung zu rufen. Doch was habe ich davon? In Wahrheit gar nichts. Jede Andere würde mit ein bissl Einsatz irgendwann genau das selbe bekommen, weil es für ihn nichts Besonderes darstellt und irgendwann wäre ich dann dort, wo ich nicht hinwill - “…ausgequetscht wie eine Zitrone und letztendlich fallengelassen wie eine heiße Kartoffel…” um mit dem Worten seiner Exfrau zu sprechen. NEIN - das möchte ich nicht!
Aha - ich kann also bereits formulieren, was ich nicht möchte, das ist ja immerhin schon etwas! Bislang bin ich ja herumgetrieben wie ein Blatt im Wind. Es ist wohl immer noch diese total kranke Hoffnung da, daß alles ja doch ganz anders sein könnte und die Dinge tatsächlich nur Zeit brauchen um sich zu entwickeln, aber es wird mir immer bewußter, daß dies ein Irrglaube ist. Ich kann wiederum nur aus dem Buch zitieren:
“Führe mich, Gott, wenn ich Verpflichtungen eingehe. Gib mir den Mut, solche einzugehen, die für mich richtig sind, die Weisheit, mich nicht an etwas zu binden, was nicht richtig erscheint, und die Geduld, abzuwarten, bis ich es weiß!”
Außerdem - ein kleiner Fortschritt - heute ist Montag und es ist nun eine Woche her, daß wir zuletzt miteinander Kontakt hatten. Ich habe es doch tatsächlich geschafft, mich nicht zu melden. Keine Mail, keine SMS, kein Anruf - einfach gar nix! Ich bin total zufrieden mit mir. Mußte wohl heute 2 geschäftliche Mails vom Stapel lassen, aber in jenen war er nur im Verteiler d.h. keine direkte Anrede, kein Du, einfach nur ein “sehr geehrte Herren….” und ganz abgesehen davon auch von seiner Seite kein Handlungsbedarf gegeben, einfach nur zur Kenntnis zu nehmen. Das ist gut so. Innerlich vibriere ich zwar und ertappe mich immer wieder dabei, daß ich mir von ihm eine wie auch immer geartete Aktion erhoffe, aber ich denke, wenn nix kommt, dann werde ich es irgendwann einmal akzeptieren können und dann sollte eigentlich der Punkt erreicht sein, wo mir diese Sache beginnt, egal zu werden….
Eine ganz erfreuliche Sache ist gestern Abend gelaufen. Hab mich mit Klaus, einem Deutschen aus dem Internet, auf den ich in einem Forum gestoßen bin in Wien getroffen. War zufällig mit anderen Forumsmitgliedern in Wien zum Fotografieren und wir haben einen total schönen Abend verbracht. Der Mann ist rein optisch überhaupt nicht mein Typ, aber das tut eigentlich gar nix zur Sache, weil es mir in meiner augenblicklichen Situation gar nicht um nähere Männerbekanntschaften geht, aber er ist ein total faszinierenden Mensch, mit einer total genialen Lebenseinstellung. Ich kann mich nicht erinnern, jemals auf einen solchen Mann getroffen zu sein. Steil, echt steil - tja, womit wir wieder beim Thema “Zufälle” sind. Gibt’s die nun, oder gibt’s die nicht???? However - ich hab den Abend sehr genossen und vielleicht treffen wir einander irgendwann in den nächsten Wochen/Monaten zum Sommerschilauf am Stubaier Gletscher wieder. Könnt’ mir vorstellen, daß dies ganz nett sein könnte….