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Nur in der Bewegung

Das Leben ist ein
ständiger Weg ins Unbekannte.
Wer zu lange
an einem Punkt verharrt,
läuft Gefahr zu erstarren.
Nur in der Bewegung,
so unangenehm oder schmerzhaft
sie manchmal auch ist,
bleibt das Leben lebendig.
(Hans Kruppa - Vom Loslassen und Neubeginn)

Mensch bin ich froh, daß wíeder etwas Bewegung in mein Leben gekommen ist. Wie bereits oben zitiert ist es derzeit nicht immer angenehm und zuweilen gibt’s ganz schön was zu schlucken, aber es tut sich was bzw. hab ich einiges mit MIR zu tun . Manchmal gibt’s eine Lawine zum Nachdenken, manchmal tun sich “Abgründe” auf, aber es ist die Zeit der Erkenntnis, des Akzeptierens (ein bissl geht’s ja schon) und des Verarbeitens. Manchmal gibt’s aber auch Nettes. Komisch ist bloß, daß ich genau diese netten Dinge immer erst total spät bemerke. Ich muß echt einen Knall haben bzw. war bislang scheinbar so festgefahren in meinen Verhaltensmustern, daß ich mich doch echt selbst um unbeschwertes Lachen bringe. Tsk, tsk, tsk - shaking my head! Aber wie sagt David so schön: Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!

Hatte heute im Krankenhaus eine total nette Begegnung mit einem Typen (Pfleger???), der scheinbar meinen Oberarzt kennt. Mächtig viel Gelächter und Gefeixe, vielleicht ein Wiedersehen am Freitag, wenn ich bei Philipp zur Befundbesprechung anrattere. Apropos Befundbesprechung => erste Diagnose nach der MR: leichter Bandscheibenvorfall. Na super - bin ja schon gespannt, was da an Behandlung auf mich wartet. Irgendwie hab ich das Gefühl als ob es sich da um eine etwas langwierigere Geschichte handelt. Na, ja - ich werd’s wohl auf mich nehmen. Erstens ist es im Krankenhaus immer lustig, zweitens komm ich Philipp sowieso nicht aus (ist er doch wie der Geier auf meine Nachsorgeuntersuchungen aus) und drittens tät ich auch in körperlicher Hinsicht ganz gern meine Bewegungsfreiheit wieder erlangen *ggggg*

Im Büro geht mir augenblicklich alles am A….. vorbei. Seit Roland einfach wortlos aufgelegt hat, als er mich zufällig am Telefon hatte, reißt es mich dort nicht grad vom Hocker. Na, ja - der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Um es mir nicht unnötig schwer zu machen (zuweilen glaube ich kranker Weise immer noch daran, nicht gut genug zu sein - so ein Blödsinn!!!!!!) habe ich beschlossen, davon auszugehen, daß dieses ignorante Verhalten zu den neuen Umgangsformen gehört und versuche gerade damit klar zu kommen bzw. mich daran zu gewöhnen. Ich bin mitten im Akzeptieren, daß man(n) einen feuchten Kehrricht an mir interessiert ist, nicht mal mehr geschäftlich. Recht so! Es muß ja nicht sein, die Welt steht trotzdem und es tut nicht einmal mehr weh. Irgendwann wirds einfach Alltag sein, vollkommen normal eben. Sehe augenblicklich, daß die Nettigkeiten sowieso außerhalb der Firma “beheimatet” sind. Coole Sache - mache im office einfach meinen Job, nicht ungern und so korrekt wie gefordert, aber mehr oder weniger emotionslos und freue mich auf meine Freizeit! In dieser Sekunde fallen mir Philipps Worte nach meiner ersten OP ein “….Sie müssen Ihr Leben ändern!!!!!” Lang hat’s gedauert, aber allmählich hab ich’s - die Firma ist nicht mehr mein Lebensinhalt!!! Gell da schaust, Herr Oberarzt!

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